PM: Besetzer_innen fordern Rückzug der Polizei und Zugang für Unterstützer_innen mit Lebensmitteln und Wasser

Seit gestern Abend haben wir ein leerstehendes Gebäude der Deutz-Werke in der Deutz-Mülheimer-Str. in Köln-Mülheim besetzt, um dort einen Wohn- und Lebensraum für ein neues Kollektiv zu schaffen.

Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützer_innen sind wir gestern abend um ca. 20 Uhr in das Gebäude eingezogen und haben mit den ersten Instandsetzungsarbeiten begonnen. Bereits nach kurzer Zeit eilte eine große Zahl Polizeiwagen herbei und umstellte das Areal, kontrollierte Passant_innen und ging mit Hunden, Schlagstöcken und Pfefferspray bewaffnet gegen Unterstützer_innen der Besetzung vor.

Seit diesem Zeitpunkt ist die Deutz-Mülheimer-Strasse, eine wichtige Verbindung zwischen den beiden Kölner Stadtteilen, weiträumig abgesperrt. Zudem wird Unterstützer_innen auch verwehrt Wasser und Lebensmittel zu uns ins Gebäude zu bringen.

Dazu erklärt unsere Sprecherin:

Offiziel behaupten die Bullen, die Absperrungen dienen zum Freihalten von Rettungswegen. Dies ist genauso erlogen, wie angebliche Stein- und Flaschenwürfe, wie Polizist_innen über die Medien behaupten. Tatsächlich sollen wir hier drin ausgehungert und von der Öffentlichkeit abgeschnitten werden.

Die Polizei ist wieder einmal übereifrig den abstrakten Intressen des Kapitals zu dienen. Wenn wir uns durch die Besetzung ein Haus genommen haben, dann um darin zu leben und zu arbeiten und es nicht leerstehen und verotten zu lassen. Wir sehen darin keine Straftat, sondern einen Akt der kollektiven Selbsthilfe gegen Armut, Erwerbs-, Obdach-, und Perspektivlosigkeit im Kapitalismus.

Wir fordern den sofortigen Rückzug der Polizeikräfte, einen Zugang für Unterstützer_innen zu uns ins Haus und die Möglichkeit, Lebensmittel zu uns zu bringen. Zu Gesprächen mit der Eigentümerin des Gebäudes sind wir bereit.